Erstellung eines Demonstrators zur Darstellung und Bearbeitung von Wissenslandkarten

Erstellt am 1.08.07 von Markus, keine Kommentare, Tags: Informatik,

Diese Arbeit ist das Ergebnis des Praxissemesters (Multimedia Engineering, Hochschule Wismar) beim Fraunhofer-Institiut für Graphische Datenverarbeitung in Rostock.

Wissen ist Macht.
Francis Bacon

Kurzreferat

"Wissen ist Macht" behauptete einst Francis Bacon. Dieses Zitat hat auch Jahrhunderte später nicht an Wahrheit und Aktualität verloren. Folglich ist es unser Ziel, Wissen leicht auffindbar zu machen. Da die Menge an Wissen jedoch enorm zunimmt, müssen Methoden entwickelt werden, um die Umsetzung dieses Ziels realisieren zu können. Ein Ansatz dazu sind Wissenslandkarten. Wissenslandkarten sind semantische Netze, die Informationen über Beziehungen verbinden und so zu Wissen werden lassen. Denn erst verknüpfte Informationen sind Wissen. Eine Information ohne Zusammenhang ist nutzlos.

Gegenstand dieser Arbeit ist die Erstellung eines Demonstrators, der Wissenslandkarten möglichst übersichtlich grafisch darstellen kann. Weiterhin sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, Suchergebnisse aus Anfragen an E-Learning-Anbieter, in eine wissenslandkartenähnliche Struktur zu überführen und diese ebenfalls grafisch darzustellen.

Ergebnis ist ein intuitiv bedienbares Programm, das dazu in der Lage ist, Wissenslandkarten im XML-Topic-Map-Format anzuzeigen, sowie Anfragen an E-Learning-Anbieter zu visualisieren. Besonders interessant ist die Vergleichsmöglichkeit zwischen grafischer und textueller Anzeige, die die Wichtigkeit der grafischen Informationsvisualisierung deutlich hervorhebt, da grafische Informationen schneller aufgenommen werden und die Darstellung wesentlich angenehmer wirkt.

GUI

Schwerpunkte der Arbeit

Webservice

Realisierung

Nach der theoretischen Vorarbeit und der Wahl einer passenden Graphvisualisierungsbibliothek (Prefuse) geht es zunächst um deren Test. Dazu wird mit Hilfe von TM4J ein Programm erstellt, das Topic Maps (XTM-Dateien) einliest und als Graph visualisiert. Da dabei keine Fehler auftraten wird das Programm nun schrittweise erweitert. Ein Zugriff auf E-Learning-Repositories (z.B. Ariadne) soll per SQI-Schnittstelle realisiert werden. Das Programm dient dabei als Client und stellt eine Suchanfrage an die als WebService realisierten Repositories. Die Resultate (LOM-Format) werden dann im Client in einen Graph überführt und dargestellt. Weiterhin ist es möglich, die Knoten des Graphs anhand des Typs des Learning Objects bzw. des Occurrencetyps zu filtern oder die Visualisierungsoptionen (Layout, Kantentyp) zu ändern. Da es momentan nicht viele Anbieter gibt, die die SQI-Schnittstelle unterstützen, besteht eine weitere Aufgabe darin, einen eigenen WebService zu programmieren, der den Zugriff auf die E-Learning Umgebung smartBLU des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung ermöglicht. Auch mit diesem WebService arbeitet der Visualisierungsclient problemlos zusammen.

Ergebnisse

Momentan sind keine Fehler bekannt. Das Programm arbeitet sowohl mit dem Ariadne-WebService als auch mit dem selbstprogrammierten smartBLU-WebService problemlos zusammen. Dabei funktioniert die eigene Suche beim smartBLU-Webservice sogar besser, als die Suche von Ariadne. Trotz der oftmals nur minimal verfügbaren Informationen zu vielen involvierten Themen, erfüllt das Programm vollständig die Anforderungen, arbeitet zuverlässig und bietet sehr interessante Einblicke in die zukunftsträchtige Welt der Informationsvisualisierung.

weiterführende Informationen

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