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Markus Berg - markusberg.de: Los Angeles 2011

Los Angeles 2011

Erstellt am 22.09.11 von Markus, 8 Kommentare, Tags: Informatik, ,

So, jetzt ist es wieder soweit. Nach knapp einem Jahr wieder in Kalifornien. Diesmal zur SemDial Konferenz in Playa Vista (absolut ohne Aussicht und Strand!) und danach ein paar Tage Urlaub.

20.09.2011, Anreise

Los gings in Hamburg, wo auch gleich ein Einsatz des Bundesgrenzschutzes aufgrund eines verlassenen Koffers die gefühlte Wartezeit verkürzte. Die später ankommenden Kofferinhaber (ich tippe auf Rumäner) haben dann aber auch nen schönen Vortrag zu hören bekommen... Im Wartebereich am Gate wurde der explosiven Stimmung dann durch eine Dame, die offensichtlich Hobbypsychologin oder Leiterin einer Selbsthilfegruppe war ("Ja gibt es denn eine Sache, die du für dich tun kannst, damit du Freude am Leben hast?"), entgegengewirkt. Das Umsteigen im Heathrow ging diesmal trotz der sehr knapp kalkulierten Umsteigezeit völlig reibungslos, wobei ich mich immer noch frage, warum es in London keinen Transitbereich gibt und warum es in der gesamten Sicherheitsüberprüfungshalle keine Uhr gibt. Naja, wenigstens sorgt die U-Bahn für einen bequemen Transport innerhalb (!) des Terminals. Also ab in die 747 Richtung USA, wo mich die Fingerabdrucküberprüfungsdame vom Dienst auch freundlich begrüßte. Nur der minderqualifizierte Zollmensch sollte die Urlaubsstimmung gleich wieder vermiesen, da er mir einen Vortrag hielt, warum ich denn einen halben Meter zu weit links stehen würde. Die Frage nach meiner Herkunft diente folglich nicht den Sicherheitsbestimmungen sondern seiner privaten Liste bezüglich des Zusammenhangs zwischen Fehlverhalten und Herkunftsland. Ob man das in Deutschland so machen würde... In den USA steht man direkt vor einem, sonst müsse man ja den Kopf bewegen. Wer denkt die Sache wäre nach einer Entschuldigung abgehakt, der irrt. Jetzt wollte er noch eine Begründung von mir haben, warum ich denn neben der Ideallinie zum Stehen gekommen bin. Die sofortige Korrektur und Entschuldigung brachte nichts, ebensowenig wie die Begründung, dass die Person vor mir doch genau an der gleichen Stelle stand und ich fälschlicherweise annahm, dass dort die Haltelinie wäre... "Welche Person?" fragte er. "Die vor mir". "Welche Person?"... Wie jetzt, will der mich verarschen? Nach weiteren Kommunikationsversuchen wurde ich belehrt, dass das eine alte Frau und keine "Person" gewesen wäre und die dürfe das. Ahja... Irgendwann akzeptierte er auch, dass ich keine Waren ins Land schmuggeln will und belehrte mich, dass ich nicht aggressiv sein soll... Hallo? Wer ist denn hier pissig? Ich schreib das mal der Langeweile des Jobs zu und denke mir, dass er ja sonst keine Höhepunkte hat, wenn er den ganzen Tag Zollzettel einsammeln darf. So ist das wenn man Minderbemittelten scheinbar autoritäre Positionen gibt. Sehr konfus, wenn man bedenkt, dass man sich in einem Land befindet, wo quasi jeder eine Telefonnummer aufgedruckt hat, mit der Bitte den Service zu beurteilen und die Anzeige der Busfahrernummer (fast) wichtiger als die Anzeige der Haltestelle ist... Also weiter Richtung Hotel. Zum Glück hatte ich mich vorher mit dem nahezu inexistenten bzw. exrem schlecht organisierten Nahverkehrssystem auseinandergesetzt, sodass da auch alles klappte, auch wenn der Opa von der Touristeninformation mir ein Schülerticket andrehen wollte und die Busse zu den Autovermietungsgesellschaften ca. 10 Mal so oft fahren wie die Stadtverkehrsbusse. Hotel ist auch gut, auch wenn ich es noch nie erlebt habe, dass man pro Tag $50 Kaution bezahlen muss, für den Fall, dass man irgendwelche Dienste in Anspruch nimmt. Sehr merkwürdig. Einfach berechnen wenn man sie benutzt (wie in jedem anderen Hotel), wäre ja zu einfach. Die Gegend hier in Culver City (eine der besagten Städte im L.A. County) ist sehr trostlos und man sollte auch nicht zu spät vor die Tür gehen. Aber Ende der Woche gehts ja ins Umland.

21.09.2011, erster Konferenztag

Das Institute for Creative Technologies der University of Southern California, das von der US Army gefördert wird, ist einfach der Hammer! Supermodernes Gebäude mit Wasserfall, Küche, Ruhezonen mit Sesseln und Couches und einem eigenen Kino, wo auch die Vorträge stattfinden (und man auch mal Avatar guckt, wie zugegeben wurde).

ICT

In der Mittagspause habe ich dann erfahren, dass das Nahverkehrssystem so schlecht sei, da es von General Motors gekauft worden und vernachlässigt worden sei, damit die Leute Autos kaufen. Andere Theorien besagen, dass das Nahverkehrssystem so schlecht ist, da alle mit dem Auto fahren. Wie auch immer, angeblich schafft man es nicht mehr als zwei Monate auf sein Auto zu verzichten bevor man sich den Strick nehmen muss. Kein Wunder, dass L.A. nicht für seine Sehenswürdigkeiten sondern für seine mehretagigen Staus berühmt ist. Außerdem sei L.A. nicht Downtown, sondern eigentlich ein Haufen von eigenständigen Städten drumherum. Und die können sich dementsprechend auch nicht auf ein gemeinsames Nahverkehrssystem einigen. Apropos Selbstmord: Die Studienbedingungen in Kalifornien sind angeblich wesentlich besser als beim MIT. Beim MIT sei die Selbstmordrate bei den Doktoranden wesentlich höher. Good to know... Die Konferenz ist übrigens klasse und die Leute sind auch alle ganz locker drauf.

22.09.2011, zweiter Konferenztag

Heute war der obligatorische Social-Event-Tag mit Dinner an Board der Zumbrota, die den Hafen von Marina del Rey auf ihrer Fahrt nicht verlassen hat (man munkelt, dass Boote für einige mehr zum Image gehören, als dass sie wirklich zum Segeln im Pazifik genutzt werden).

Zumbrota

War aber ein schöner Abend, auch wenn man von der Bootfahrt (bzw. der Landschaft/Stadt) nicht viel mitbekommen hat, da es erstens schon dunkel war und es hier zweitens total neblig & bewölkt ist. Völlig untypisch für L.A., aber die nächsten Tage soll es besser werden. So wirkt momentan leider alles etwas grau und trostlos. Die Konferenz war heute ok, aber für meinen Geschmack etwas zu soziolinguistisch.

23.09.2011, dritter Konferenztag

Heute war der letzte Tag der Konferenz, der gleich mit einem sehr interessanten Vortrag zum Thema inkrementelle Sprachverarbeitung startete und mit einer Führung durch das ICT endete. Wie bereits erwähnt, wird das Institut von der US Army gefördert, was sich auch in den Projekten niederschlägt. So gibt es beispielsweise Dialogsysteme, um das Ausfragen von afghanischen Einheimischen zu trainieren. Sehr interessant war auch eine Mixed-Reality-Umgebung (Gunslinger), wo ein Saloon (in echt) nachgebaut und mit virtuellen Charakteren auf Leinwänden interaktiv gestaltet wurde. Darüber hinaus haben die Forscher auch eine Maschine zur Zeitreise entwickelt, die momentan aber noch als 3D-Scanner eingesetzt wird ;-)

LightStage

Im Ernst: Mit genau dieser Maschine - LightStage genannt - wurden z.B. die virtuellen Charaktere für Avatar (die Avatare halt...) und Spiderman (virtuelles Stuntdouble für Tobey Maguire) erstellt, sprich die Schauspieler gescannt. Dies führte zum Academy Award und zur Erwähnung in den Credits. Wer mehr dazu wissen will, liest hier. Darüber hinaus gab es 3D-Darstellungen ohne Brille über rotierende Spiegel und Projektoren, die mehr als 4000 Bilder pro Sekunde darstellen können. Eine kurze Zusammenfassung des Labs gibts hier. Außerdem gabs noch die "Zwillinge" aus dem Museum of Science in Boston zu bewundern und einen virtuellen Agenten, der Kindern zeigt wie sie durch das Aneinanderreihen von Holzpuzzleteilen einen Roboter steuern (jedes Puzzleteil steht für eine bestimmte Aktion).

Abends war ich dann noch fix in einer riesigen Shopping Mall (Westfield Culver City) und musste feststellen, dass es nur Tiefkühlkost und nichts Frisches gibt (ok, das weiß man ja). Diese befindet sich in riesigen Gefrierschrankreihen, die die Beleuchtung erst einschalten, wenn man davor steht. Die Einkaufswagen sind übrigens fast doppelt so groß sind wie bei uns und der eine oder andere hat auch Probleme über seinen Einkaufswagen drüberzugucken. Auch eine Rolltreppe nur für Einkaufswagen (der Einkäufer fährt auf einer anderen Rolltreppe nebenher und holt den Einkaufswagen dann oben ab) habe ich zum ersten Mal gesehen. Fußgänger trifft man in Culver City recht selten. Der gemeine Amerikaner nutzt seine Beine nur, um zum Auto zu kommen, um mit selbigem ins Fitnessstudio zu fahren, um dann dort das Laufband zu benutzen. Das hinterfrage ich mal lieber nicht...

24.09.2011, La Brea Tar Pits, Hollywood, Griffith Observatory

Heute war der erste freie Tag, den ich gleich dazu nutzte, den örtlichen Nahverkehr zu testen. Ich wusste ja, dass das alles sehr chaotisch ist in L.A. (im Gegensatz zu den anderen amerikanischen Städten, die ich letztes Jahr besucht habe), aber was solls... Also Bus(se) rausgesucht, zur Haltestelle gegangen und gewartet. Kam natürlich kein Bus. Fahrpläne gibts auch nicht, aber an einigen Haltstellen klebt ein Aufkleber mit dem Hinweis "alle 20-50 Minuten". Als nach 50 Minuten immer noch kein Bus kam, bin ich einfach mal ne Haltestelle weiter gegangen, da von einer Seitenstraße immer Busse eingebogen sind... Also nochmal gut 20 Minuten gewartet und dann kam auch schon der Bus. Klappt ja gut... Dann ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit und diverses Umsteigen (immer mit warten verbunden) und schon war ich bei den La Brea Tar Pits, mehreren Teerseen, die vor 40.000 Jahren Mammuts, Säbelzahntiger und andere Tiere (und nur einen Menschen) "gefangen" haben und die durch den Teer konserviert wurden.

La Brea

Anschließend nochmal schnell Hollywood (da musste ich eh lang) nen Besuch abstatten und was essen. Im Bus waren die üblichen Verrückten... Einer meinte immer zu "Ignorance, Arrogance, and they love fighting... Right! This is the american mindset". Zum Glück freundete sich der Typ mit einem anderen Mitfahrer an, der seiner Nachbarin gerade auf seinem Handy ein Video zeigte, wie er einem anderen die Haut abzieht. Er war gerade beim Casting und sollte zeigen wie er einem umbringt... Hollywood......... Naja, jedenfalls erzählte der Typ noch, dass in Hollywood gerade eine Festival ist und der Bus anders fährt... Zu meinem Vorteil vergaß der Busfahrer aber, dass es eine Sonderroute gab und bog in den gesperrten Hollywood Bl. ein, wo er so leicht nicht mehr rauskam... Also alle aussteigen. Für mich perfekt. Genau da wollte ich hin. Fotos ließen sich heute nicht gut machen, da die Straße mit Bühnen zugebaut war und der Himmel sowas von neblig war (am schönsten Tag der Woche laut Wetterbericht; denen fehlt ein Kachelmann glaub ich), dass man noch nichtmal das Hollywood-Sign sehen konnte. Also schnell die Promi-Fuß- und Handabdrücke (witzig: R2D2 und C3PO) an Grauman's Chinese Theatre angeguckt (war letztes Mal wegen Promis gesperrt) und dann gleich weiter (endlich mit der - neuen und modernen - U-Bahn; Hollywood und Downtown sind die Ausnahmen im schlechten Nahverkehrssystem) zum Griffith Observatorium. Hier wurde die Apollo-Crew auf ihre Einsätze auf dem Mond vorbereitet und es wurden auch Filme wie Terminator, Transformers oder auch eine Episode von Star Trek: Voyager gedreht. Das Observatorium ist sehr sehenswert und darüber hinaus kostenlos. Sogar einen Film im Leonard Nimoy Event Horizon Theatre gabs zu sehen. Die Aussicht soll angeblich atemberaubend sein, aber bei dem Nebel konnte man noch nichtmal bis Downtwon gucken, geschweige denn bis zur Küste und selbst von hier war der benachbarte Hollywood Schriftzug etwas blass.... Aber trotzdem sehr empfehlenswert.

Danach gings dann wieder nach Culver City zurück, was schlappe 2,5 Stunden (wohlgemerkt für 20 Meilen!) gedauert hat (und das trotz Metro Rapid Schnellbus, der nur ca. alle 10 Haltestellen hält) und auch (bei Antritt der Dunkelheit) wieder die obligatorischen Einkaufswagen-vor-sich-her-schiebenden Penner ans Licht gebracht hat. Also hier nochmal der Beweis: L.A. ist nicht DAS L.A., sondern eine Ansammlung von lauter Städten auf einem riesigen Gebiet... quasi so, als wenn das Ruhrgebiet einen Stadtnamen hätte. Hier muss man einfach ein Auto haben. Andererseits, wer Zeit ohne Ende hat, muss für die Tageskarte nur $5 bezahlen... Das hat man nach 4 mal Umsteigen wieder raus (bei jedem Umsteigen ist wieder ein neuer Fahrschein fällig). Die Sehens(un)würdigkeit des Tages: 7 Nahverkehrslinien und ca. 120 Haltestellen... ;-) Fazit für heute: Nahverkehr ist die Hölle, das Griffith Observatorium ist sehr empfehlenswert (interessant, schönes Gebäude, schön ruhig über L.A. gelegen, Natur, kostenlos), Tar Pits kann man weglassen (eher langweilig und in einem hässlichen Stadtteil) und Hollywood ist natürlich auch Pflicht, wenn man es noch nicht kennt. Auch wenn es nicht so spektakulär ist wie man denkt... (aber das hab ich ja letztes Jahr schon analysiert).

25.09.2011, Downtown L.A.

Eines vorweg: Thilo hat mich ja vor Downtown L.A. gewarnt. Und er hat Recht gehabt... Was für ein Drecksloch! Aber von vorn... Heute wusste ich ja, dass der Bus von der gestrigen Haltestelle nicht fährt, also bin ich heute gleich zur nächsten gegangen. Clever, ne? Vorher noch die genauen Zeiten im Internet herausgesucht (wie gesagt, Fahrpläne gibts hier ja nicht an den Haltestellen) und brav gewartet. Kam aber kein Bus! Nach 50 weiteren Minuten hupte ein Busfahrer auf der kreuzenden Straße, was ich als "da fährt heut kein Bus" interpretiert habe. Und tatsächlich, der aus der Seitenstraße kommende Bus hatte meine Nummer... Also einfach mal in die Richtung gehen, wo der Bus herkommt... Komisch (bzw. eigentlich sehr logisch): Dort gab es keine Haltestellen für diese Buslinie... Also wieder zurück und in die Richtung, in die der Bus fuhr, gegangen und da kam er auch schon... Schnell noch gerannt (zum Glück hielt der Bus noch an, ziemlich ätzend wenn man einen Bus verpasst, der nur einmal pro Stunde kommt, man aber nie weiß wann und wo) und eingestiegen. 1,5 Stunden später (mit dem üblichen Umsteigen) war ich dann in Downtown. Moment, da fehlt doch was... Genau, die Verrückten! Die Selbstgespräche führenden (nein, sie hatten keinen Bluetooth-Ohrhörer oder so) erwähne ich ja schon gar nicht mehr, aber diesmal hatte die Busfahrerin nen Dachschaden (Busse werden hier nicht von weißen Männern, sondern von schwarzen Frauen gefahren. Mal so als Feststellung). Die laberte doch tatsächlich 30 Minuten ohne Unterbrechung, drehte sich immer um, und wollte von jedem wissen, was er denn heute so erlebt hat, und dass wir ja alle die gleiche Luft atmen würden und ob denn jemand Englisch sprechen würde (im ÖPNV nicht ganz sooo leicht wie man denken möchte. Ca. 60% schwarz, 35% mexikanisch (die Älteren sprechen oft kein Englisch) und 5% weiß)... Man, hatte die ein Organ! Aber wir waren ja beim Thema Downtown. Mitten am Tag, ca. 12:00 Uhr, und die Stadt war tot. Es ist Sonntag. In der Innenstadt lebt keiner, dort sind nur Büros... Ah, grober Fehler. Es leben massig Leute dort: Penner, Penner, Penner, Penner, Einkaufswagen der Penner (ja, die leben auch), ... , Penner!

Angel's Flight

Die Innenstadt: Einfach nur hässlich. Also ganz kurz die Sachen die schön waren: Da ist zum Einen der "Angel's Flight" - die kürzeste Seilbahn der Welt. Naja, eher wie ne Zahnradbahn, aber von einem Seil gezogen. Ist aber ne witzige Idee. Die 298 Füße lange Fahrt kostet auch nur 25 Cents. So, weiter gehts: Die City Hall ist ohne Frage ein schönes Gebäude, aber die Umgebung geht gar nicht. Auch die Walt Disney Concert Hall ist ein interessantes Gebäude, umgeben von einer Mischung aus Autobahnen und Beton. Also ab in die Olvera Street, der Wiege von Los Angeles bzw. "El Pueblo de Nuestra Señora la Reina de los Ángeles". Hier war es wie in einer anderen Welt, genauer gesagt: ich war in Mexiko. Endlich mal ein schöner Stadtteil mit Leben und Musik. Das habe ich auch gleich genutzt um ein mexikanisches Bier (naja, das können die nicht) und Burritos (das können die) zu verzehren. Gestärkt gings dann weiter zur Union Station Züge gucken (man, ist da wenig los). Die amerikanischen Züge sind aber schon richtige Monstermaschinen. Beeindruckend. Und das Bahnhofsgebäude ist auch sehr schön.

Union Station

Anschließend bin ich noch in den California Historic State Park gefahren und habe gleich wieder Kehrt gemacht. Park? Das war ne Sandwüste im Industriegebiet mit nem Weg durch. Wahrscheinlich wars alter Sand, deswegen historisch. Naja, da ich schonmal da war, hab ich auch nochmal ne Runde durch Chinatown gedreht. Ist auch ganz nett gemacht.

Chinatown

Da so langsam die Füße weh taten, machte ich mich auf den Rückweg und besuchte noch kurz die "Cathedral of our Lady of the Angels". Diese Kirche wurde erst 2002 eröffnet (die vorherige Kirche ist 1994 einem Erdbeben zum Opfer gefallen). Die Kirche ist dementsprechend ein extrem modernes Gebäude, sieht also nicht nach Kirche aus, aber ist von innen sehr hell, offen und freundlich gestaltet. Aber ich mag lieber alte Gebäude... Der Kölner Dom strahlt da viel mehr, ja was eigentlich - Kirchenstimmung/Ehrfurcht - aus. Aber ich muss sagen, die Kathedrale ist trotzdem einen Besuch wert. Interessant ist auch die Glaswand, die den Kirchenvorplatz von der Autobahn trennt... Das muss ich jetzt nicht kommentieren.

Naja, das wars. Also wieder in das Abenteuer Nahverkehr gestürzt, um zum Hotel zurückzukommen. Diesmal gabs auch keine Ansagen der Haltestellen, was bei ca. 40 Haltestellen bis zum Umsteigen, doch etwas Konzentration in Sachen 'rechtzeitig das Straßenschild in der Ferne erkennen' erfordert. In den Bussen wo die Anzeige klappt, ist man allerdings auch nicht auf der sicheren Seite. Die Einheimischen wissen ja, welche Haltestelle als nächstes kommt. Und wenn dann einer auf Stop drückt, kommt nicht mehr der Haltestellenname, sondern ungefähr 10 Mal der Hinweis, dass man hinten aussteigen soll... Naja, hat aber alles geklappt (inkl. Anschlussbus verpassen und 30 Minuten warten) und ich bin dann an einer Haltestelle, die keine war, angekommen. Sprich der Bus hat einfach irgendwo auf der Straße gehalten (echte Haltestellen hat er ja schon zu Genüge ignoriert). Danach noch schnell ins Einkaufszentrum, um Wasser zu kaufen, was hier aber gar nicht so leicht (hier gibts sonst nur 10-Meter-Reihen an 5-Liter-Orangensaftkonzentrat-"flaschen" oder Cola) und vor allem teuer ist. $1-$1,50 pro Liter muss man rechnen. Plus Steuern. Der nächste nervige Punkt: Man weiß nie was man zahlen muss, alle Preise sind netto. Nervig. Zum Abschluss des Tages gabs aber noch einen leckeren Burger, live und extra für mich zubereitet ;-) Ich komme wieder zu dem Schluss: McDonald's und Burger King können einpacken. Fazit: Downtown L.A. ist Hässlichkeit pur, garniert mit Pennern - obwohl 'garnieren' ist immer wenig - ...überflutet mit Pennern, mit ein paar Highlights wie dem Angel's Flight, dem Rathaus und der Olvera Street. Eine Reise lohnt sich aber nicht wirklich. Wie habe ich gelesen: Wer in Downtown wohnt, ist von allem Schönen mindestens eine Stunde weit weg. In L.A. ist nur Hollywood ein Muss. Ansonsten lieber auf Beverly Hills und die Beach Cities konzentrieren (z.B. Santa Monica).

Zum Abschluss noch ein Fun-Fact als Nachtrag zu gestern (gesehen an Fernrohren am Griffith Observatory). Amis brauchen ja für alles Hinweise. So stehen ja z.B. an den Ampeln Tipps für das sichere Überqueren von Kreuzungen oder an der U-Bahn der Hinweis, das man vor dem Einsteigen gucken sollte, in welche Richtung man einsteigt. Aber der absolute Hammer ist der Hinweis: "50 Cents, das sind nur zwei Quarter". Ja ne, is klar... Was ist denn das für ne Aussage? Mathematisch völlig korrekt, aber sowas von bescheuert... Aber vielleicht gehts ja nur mir so ;-) Bin mir nicht ganz sicher welche Bildungsschicht damit angesprochen wird: Die obere, die mit Hilfe von Grundschulmathematik nachrechnet und feststellt 2/4=0,5 oder die untere, die gesagt bekommt "ey, nur zwei Münzen, Alter".

26.09.2011, Pacific Coast Highway

Heute sollte alles anders werden. Endlich das Kalifornien, das ich kenne... Sonnenschein, kein Nebel (vielleicht war das ja auch immer nur Smog), wunderbare Landschaften. Aber eins nach dem anderen. Ich hab mir heute am Flughafen (da bin ich mit dem Culver City Bus hingefahren, statt mit dem Metro Bus, deswegen ging das alles reibungslos) einen Mietwagen (Dodge) geholt und bin dann den Pacific Coast Highway (PCH) entlang gefahren (und ich dachte immer es geht nach Parchim). Erster Halt war Marina del Rey, mein Nachbarort - mit dem Bus aber 45 Minuten entfernt. Mit Auto ging das in 8 Minuten. Dort gibt es unendlich viele Boote und ein kleines Fischerdorf. Somit habe ich mich dort auch länger aufgehalten, als geplant war. Schön! Nebenbei bemerkt: Im "Ralph's" gibts jede Menge frisches Obst und Gemüse... Das kannte ich von den USA noch gar nicht.

Marina del Rey

Danach weiter nach Santa Monica. Den Ort kenne ich zwar schon, aber er ist so schön, dass er einen Revival-Aufenthalt verdient hat ;-) Also noch fix die Seebrücke hoch und runter, Burger gegessen und weiter Richtung Malibu (und keines der diversen "I love SM"-Shirts gekauft... Ist das eigentlich Absicht?).

Santa Monica

Der erste Stopp ist das Malibu Pier - wesentlich ruhiger als das in Santa Monica, logisch. Nur ein paar Fischer verweilen hier. Also weiter die Straße entlang, die hinter den Häusern vorbeiführt. Eine 4-spurige Straße wohlgemerkt - das ist die idylische Küstenstraße ;-) Schon interessant, dass die Leute direkt aus der Garage auf eine 4 bzw. 5-spurige Straße (in der Mitte ist ein geteilter Fahrstreifen zum Abbiegen, Wenden, etc.) auffahren... Wie man es aus den Filmen kennt, stehen die Häuser dicht an dicht, unten sind die Garagen, oben wohnen die Leute. Nebeneffekt dieser Bebauung ist die Privatisierung des Strandes. Selbst an Straßen, die den verheißungsvollen Namen "Broad Beach" tragen, kommt man nicht an den Strand. Das ist nur an Stellen mit dem Hinweis "State Beach" möglich. Der nächste Halt war dann am Point Dume, einer Landspitze, die in den Pazifik hineinragt. Einfach nur atemberaubend schön! Natur pur, Ruhe, Eidechsen, Kaninchen, angeblich auch Wale (aber eher im Frühjahr) und eine sagenhafte Aussicht.

Point Dume

Danach gings weiter in Richtung Norden, mit spontanem Zwischenstop am El Matador State Beach. Auch der hat sich gelohnt. Wunderschön! Das hat auch eine 10-köpfige Fotografen-/Modeltruppe erkannt und dort posiert und geknipst...

Jetzt sollte es eigentlich noch in den Point Mugu State Park gehen, aber dafür ists zu spät gewesen, also bin ich nur bis zum Point Mugu gefahren und hab ein Foto gemacht. Dort durchschneidet der Highway die Santa Monica Mountains... Anschließend gings dann in der Dämmerung durch den Malibu Canyon zurück zum Hotel. Fazit: Geniale Landschaft, geniales Wetter - das ist Kalifornien!

Point Mugu

So, aber wie gestern will ich auch heute mal wieder mit nachträglichen Funfacts aufhören.

  • Beim Burgerkauf bekommt man tatsächlich einen 'Pager', der es einem ermöglicht, weiter einzukaufen bis der Burger fertig ist
  • In Santa Monica sprechen die Ampeln ("Signal is on walk for Ocean Ave, 10, 9, 8,...")
  • Der örtliche Supermarkt heißt Target... Was hab ich mich anfangs immer gewundert, warum die Wegweiser mein 'Ziel' kennen...
  • Gestern lästerten zwei Frauen über Europa: Da müsse man sich im Restaurant selbst einen Tisch suchen (nichts von wegen 'wait to be seated') und nach dem Ober müsse man schnipsen, sonst würde man nicht bedient... Find das immer beeindruckend, wenn sich Amis in eine Touristenhochburg setzen und lästern und dann glauben keiner würde sie verstehen.
  • Hach, Kinder sind überall gleich. Herrlich... "Can we go to the Candy-Factory, please? No! Why not? ..."
  • Gewöhnungsbedürftig ist, dass man in den USA alle Verkehrsschilder lesen muss. Die haben keine Piktogramme oder so... (Speed Limit 55, Signal Ahead, Ped Xing, Bike Xing, Share Lane, Metal Plate Ahead...). Vor allem das Zeug was 'falschrum' auf den Straßen steht (ich les immer von oben nach unten, die Mitteilung ist aber von unten nach oben geschrieben, da das 'untere' ja zuerst überfahren wird und somit dichter ist) ist gewöhnungsbedürftig.
  • Hier gibts nicht nur "Hubbel" (Bumps), sondern auch Dips... Also quasi Senken, die zum Langsamfahren animieren sollen
  • In Marina del Rey gibts ne "Tsunami Evacuation Route"... Ob da im Ernstfall Stau ist, da dann ALLE diese Straße nehmen?

27.09.2011, San Diego

So, Auto steht noch (mein Hotel will $14 pro Nacht fürs Parken haben, also hab ich mir ne ca. 15 Minuten entfernte Straße gesucht, wo man kostenlos parken kann. Heute war angeblich Straßenreinigung. Im Gegensatz zu Wismar, lassen die einem hier aber bis 10:00 Zeit, um sein Auto wegzuschaffen), also ab nach San Diego. Der erste Höhepunkt war die Old Town. Hier gibt es jede Menge alte, amerikanische Holzhäuser zu sehen, meist mit kleinen Ausstellungen - also einfach mit der Originaleinrichtung von damals - drin (Sheriff, Richter, Druckerei, Restaurant, Schule,...). Sehr schön, gefällt mir echt gut. Dann noch schnell beim Mexikaner Enchiladas gegessen und nun sind schon zwei Stunden seit der Ankunft vergangen.

Also mit der Straßenbahn weiter Richtung Downtown. Zunächst gab es hier das Santa Fe Depot zu bewundern und anschließend ging es ins sogenannte Gaslamp Quarter, dem historischen Kern von San Diego, der aus vielen Bars und Restaurants besteht und viele interessante Architekturstile beherbergt.

Santa Fe

Das Ganze wird durchsetzt von einigen Wolkenkratzern, von der Skyline her ist es aber nichts besonderes. Ich denke hier ist abends richtig Leben, gar kein Vergleich zu L.A. Gefällt mir ganz gut. Anschließend hab ich noch kurz am Hafen vorbeigeguckt, wo man ein Militärschiff und die 'Star of India' sehen konnte. Leider kamen nun die Wolken hervor und ich war hinterm Zeitplan zurück. Also noch 'schnell' in Richtung Mission San Diego ans andere Ende der Stadt gefahren (sah recht gemütlich aus, wesentlich lebenswerter als in L.A.), aber an der Haltestelle war weit und breit nichts von der Kirche zu sehen, also wieder zurück zum Parkplatz und weiter zum Balboa Park. Und der war einfach genial. Jede Menge wunderschöne Gebäude, sehr beeindruckend. Während der Central Park in New York, der Stanley Park in Vancouver und der Golden Gate Park in San Francisco alle eher auf Natur setzen, ist dieser Park eher so etwas wie die National Mall in Washington. Jede Menge Museen, Blumen und beeindruckende Gebäude. Ich glaub hier kann man sich den ganzen Tag lang aufhalten. Leider ging der Tag dem Ende entgegen, sprich es dämmerte, die Leute waren auf dem Nachhauseweg und die Museen hatten schon geschlossen. Ich glaube nach San Diego muss ich nochmal kommen... Vielleicht ist ja dann auch Zeit fürs Legoland, den angeblich extrem guten Zoo und für das eine oder andere Museum (Das Space Museum und das Model Railroad Museum sprechen mich ja schonmal an...)

Der Rückweg fand dann bereits bei Dunkelheit statt. Aber was ich total gut finde, sind reflektierende Fahrstreifenbegrenzungen. Das ist echt ne gute Idee. Das rechts überholen ist eher unfallfördernd würde ich sagen, gerade da der Amerikaner auch nicht gerne blinkt. Naja, deshalb darf man ja auch nur 65 Meilen pro Stunde fahren... Was natürlich jeder ausnutzt. Dementsprechend kann man auf den Verkehrsschildern die Entfernung auch einfach in Zeit angeben, sprich 'noch 30 Minuten bis....'. Interessant wirds, wenn sich die Anzahl der Spuren um drei verringert und man immer noch 6 Spuren zur Verfügung hat... Noch interessanter wirds aber, wenn dann aufeinmal auf den elektronischen Anzeigen steht "All Vehicles Stop in 1/4 mile", etwas später dann "Prepare for Stop" und schließlich "Stop. US Officers.". Da haben die doch tatsächlich ne Straßensperre gemacht, jeden angehalten, angeguckt und weiterfahren lassen... Keine Ahnung welchen Sinn das hatte... Interessant aber auch, dass man extra "US" Officers sagt... Ja, was denn sonst? Oder haben die so viele Chinesen und Mexikaner, dass man sonst nicht glaubt, dass das US-Polizisten sind? ;-)

Fazit für heute: Sehr schöne Stadt (vor allem der Balboa Park), die auf jeden Fall eine Reise und vor allem ein paar Tage mehr wert ist. Kommt auf meiner persönlichen Liste nicht ganz an San Francisco ran, aber ich hab ja auch nicht alles gesehen...

So, die Kurzfakten von heute:

  • Würdet ihr im Einkaufzentrum, da wo bei uns immer solche Nagellack- und Schminkstände auf den Gängen stehen, eure Zähne bleichen lassen? Vor allem, wo man auf dem Präsentierteller liegt und jeder zuguckt und man auch nicht weiß, ob das nicht einfach nur ne Aushilfe statt eines Zahnarztes ist...
  • Die Parklücken fürs Längseinparken haben hier vorgegebene Längen und fest definierte Abstände (ca. 2m Platz nach jeder Parklücke)
  • Ich fühle mich unwohl, wenn ich unter Hochspannungsleitungen hergehe, wo man "den Strom hören" kann...
  • Schon komisch, wenn man in eine Straßenbahn (nicht Fernzug oder so) einsteigt und einem das Ziel "Mexican Border" verkündet wird...
  • Sehr, nunja, 'interessanter' Hinweis am Bahnhof von San Diego: "Warning. This area contains chemicals known to the State of California to cause cancer and/or birth defects or other reproductive harm"

28.09.2011, Pasadena & Mt San Jacinto (Palm Springs)

So, heute war der letzte Tag. Ein angemessenes Ende des Urlaubs, wie ich finde. Und zwar hab ich heute kurz in Pasadena Stop gemacht, um anschließend mein eigentliches Ziel anzufahren. Pasadena ist eine kleine Stadt im L.A. County und besitzt ein wunderschönes Rathaus und eine schöne Altstadt - den Old Pasadena Historic District, wo es auch Kreuzungen gibt, die man diagonal überqueren darf. Dort hab ich dann auch der Cheesecake Factory einen Besuch abgestattet (ja, ich bin ein Nerd!), aber Penny war grad nicht da ;-)

Pasadena City Hall

Weiter ging es also in die Wüste, genauer gesagt an den Rand von Palm Springs. Denn dort gibt es die 'größte Seilbahn der Welt' (naja, jedenfalls die größte Seilbahn mit sich drehenden Kabinen, davon gibts sage und schreibe drei Stück auf der Welt), die einen auf die Bergstation des Mt San Jacinto in ca. 2500m Höhe befördert. Wie gesagt: Die Kabinen drehen sich, sodass man im Laufe der Fahrt jede Richtung einmal gesehen hat.

Die Reise beginnt unten in der Wüste und endet im alpinen Wald. Ich spar mir mal den Text und verweise auf die Bilder (wobei ich die ganzen Tiere nicht fotografieren konnte, da sie zu klein & zu schnell waren... Eidechsen, Eichhörnchen, Baby-Eichhörnchen, Mini-Frösche, Spechte, blaue Vögel,...). Extrem genial, kann ich uneingeschränkt empfehlen. Da sollte man sich auch nicht von den $24 abschrecken lassen, das lohnt sich!

Dort oben gibt es zahlreiche Wanderwege (inkl. Hinweis: "High heeled shoes are dangerous") und man kann die absolute Einsamkeit erleben. Und wenn man dann ganz ruhig auf einem Stein sitzt und schaut und horcht, nimmt man die Natur ganz anders war und sieht Dinge, die man sonst nicht sieht. Ganz anders als das hektische, laute und auch dreckige (allein wie es im Auto nach Abgasen gestunken hat, nachdem man auf dem Freeway im Stau stand oder auch als Fußgänger in L.A.) Leben am Boden... Herrlich dort oben!

Bei Sonnenuntergang in der Wüste ging es dann wieder Richtung L.A. Den Mietwagen musste ich wieder am Flughafen abgeben. Da die einzelnen Autovermietungsgesellschaften eigene Busse betreiben, kommt man auf dem Gelände schnell rum. Der Busfahrer war auch so freundlich mich an einer Stelle rauszulassen, wo er gar nicht hält, nämlich am Busbahnhof... Naja, gebracht hat es nichts, da ich dann dort 50 Minuten auf meinen Bus nach Culver City warten musste, aber das kennen wir ja schon...

29./30.09.2011, Abreise

Und wieder zu Hause... Etwas irritierend war es schon, als es am Check-In hieß "so, hier sind Ihre Tickets für heute, und hier sind die für morgen". Naja, nach der überraschend schnellen Sicherheitskontrolle hieß es dann warten. Und als wir dann endlich im Flugzeug waren und schon eine Ewigkeit auf dem Rollfeld Richtung Startbahn unterwegs waren, gabs ne Durchsage, dass wir trotz Startfreigabe nicht starten können, da ein Display im Passagierraum der 747 qualmt. Also ab in die letzte Ecke vom Flughafen (lauter ganz kleine Mini-Reserveterminals und Hangars) und die Ingenieure geholt. Der Kapitän hat sich die Sache auch gleich angeguckt und mit fast 2 Stunden Verspätung und "Reparatur" (Strom ausschalten) konnte es dann endlich weitergehen. Auf dem Flug musste das Entertainmentsystem dann öfters mal neu gestartet werden, was sagenhafte 20 Minuten dauerte. Naja, nicht so schlimm, da man eh kaum einen Film gucken konnte, da die Fluggeräusche lauter sind als die Kopfhörer... Naja, 10 Stunden später gings dann in Heathrow wieder durch die übliche Sicherheitskontrolle (das regt mich immer wieder auf) und danach hieß es 4 Stunden warten. Die Gates werden hier ja immer erst 30 Minuten vorher bekannt gegeben, und dann braucht man 20 Minuten bis zum Gate. Ergo: 10 Minuten Zeitpuffer. Wer plant sowas? Naja, egal, hat ja alles geklappt.

B747-400

Die Reise war auf jeden Fall sehr schön. Traumhafte Landschaften und schöne Städtchen. Man muss sich nur bewusst sein, dass L.A. hässlich ist und ein übles Naverkehrssystem hat. Also Auto mieten (Parken kostet übrigens meist $1/Stunde, oft mit Parkuhr, Benzin ca. $1/Liter) und sich die Umgebung angucken... Highlights sind sicherlich Santa Monica, die Strände in Malibu, der Balboa Park in San Diego und der Mount San Jacinto.

Kommentare

  1. Heya, Du machst wieder einen Miniblog! Da kann ich ja wieder fleißig lesen! ^^ Und lass Dich vom Zoll nicht unterkriegen!

    Ines · 22.09.11

  2. Na du,
    Danke danke danke! Endlich wieder einen Blog der SPAß macht zu lesen und nicht langweilig ist! Ich habe gerade voll gelacht :-). Ich freue mich schon brav darauf jeden Tag auf die Seite zu gehen. Übrigens: Hat dich die Hobbypsychologin das echt gefragt? (“Ja gibt es denn eine Sache, die du für dich tun kannst, damit du Freude am Leben hast?”). Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß, hdl und bis zum nächsten Eintrag ;)

    — Maren · 22.09.11

  3. Nö, die hat nur mit einer Freundin telefoniert… aber ne gefühlte Stunde lang.

    — Markus · 23.09.11

  4. Habs nu endlich mal geschafft zu lesen. Mein Status der letzten Tage: SCHNUPFEN. Und das ist eklig!! Aber nu is wieder alles gut :).

    Zu dir und deiner Tour: schon wieder sehr spannende Abenteuer. Mein Neid sei dein!! Sehr Porno: der 3D-Scanner!!! Wie geil ist das denn, bitte??? Sowas will ich auch haben und machen! Was ich vermisst habe: gab’s keine Hand- und Fußabdrücke vom Wookie?? ;)

    So denn…du bist bestimmt schon wieder unterwegs, während es hier der Nacht entgegengeht. Wünsch dir was und freue mich auf weitere spannende Abenteuer.

    P.S.: hast dir den Penner vom Flughafen gemerkt? Dem statten wir mal nen Besuch ab beim nächsten Mal. Stichwort “Möbelgraderücken”!

    — Thilo · 25.09.11

  5. Haha, nee den ollen Wookie hab ich nicht gesehen. Uwäääähhhh…

    Mit dem Sicherheitspersonal ist nicht zu spaßen… Also wenn wir da was machen wollen, dann muss das geplant sein... :-P

    — Markus · 26.09.11

  6. Wer is eigentlich dieser Typ da auf dem Foto vor dem Point-Dume-Schild? :). Ach ja…das mit Parchim…fast totgelacht. Hammer witzig ;).

    — Thilo · 27.09.11

  7. Keine Ahnung, hat aber ne gewisse Ähnlichkeit mit mir fand ich… deswegen hab ich den einfach mal fotografiert…

    — Markus · 28.09.11

  8. Das nächste mal komm ich mit!!!

    — Thilo · 3.10.11

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