Baufortschritt
In diesem Artikel wird der Baufortschritt meiner ersten Modellbahnanlage dargestellt. Aufgrund des zu langweiligen Gleisplans und den engen Radien wurde der Bau jedoch mittlerweile im halbfertigen Zustand eingestellt.
Gleisplan
Auf dem Bild sieht man den Gleisplan meiner ersten kleinen Anlage. Dabei habe ich mich für die Firma Fleischmann entschieden, da diese Gleise mit Schotterbett anbietet, was mir als Anfänger die Arbeit erleichtert. Die Gleislänge beträgt 5,58 m. Mit Hilfe des Rechners kommt man leicht darauf, dass dies 892,8 m in Realität entspricht. Das verspricht keine langen Zugfarten ;-)
Unterbau
Als Grundlage für die Modellbahn dient ein alter, selbstgebauter Tisch, auf dem früher einmal Blumen standen. Er hat zwar nicht die optimale Höhe für eine Modellbahn aber er war einfach da, wurde nicht mehr benötigt und ist ziemlich stabil (6 Beine).
Auf diesen Tisch wird nun die 120 x 60 cm große Grundplatte geschraubt. Vorne dran habe ich noch schnell ein Brett für das spätere Schaltpult befestigt. Nun habe ich den Kork als Untergrund für die gesamte Modellbahnlandschaft aufgeklebt. Er ist ca. 3 mm hoch und eigentlich als Bodenbelag gedacht. Ich habe einfach die rauhe Seite nach oben gelegt und die glatte Seite auf der Platte festgeklebt. So hält die Unterseite perfekt und die Oberseite hat eine leichte Struktur.
Gleisbau
Nun können die Gleisarbeiten beginnen. Als erstes habe ich alle Gleise provisorisch auf die Grundplatte gelegt und die Position mit einem Stift markiert. Anschließend werden die Stützen für die Gleise im hinteren Bereich, der ja einige Zentimeter über der Grundplatte verläuft, zugesägt und aufgeklebt. Ein paar schmale zurechtgesägte Holzstücke dienen als Untergrund (Trasse) für den erhöhten Bereich. Außerdem müssen noch kleine Löcher für die Weichen (Erklärung weiter unten) in die Grundplatte gesägt werden.
Aus den Resten des "Untergrundkorks" wird der Trassenbelag hergestellt. Dazu habe ich einfach die Gleise auf den Kork gelegt, mit einem Stift ummalt und danach ausgeschnitten.
Nachdem die Trasse auf dem Untergrund aufgeklebt war, kam es zur ersten großen Überraschung: Anfängerfehler Nummer 1! Ich habe ganz normalen Ponal-Holzkleber zum Befestigen genommen. Nicht, dass er nicht halten würde - alles ist bombenfest. Nur ist der Kleber logischerweise in den Kork eingedrungen und hat somit eine Verbindung zwischen Kork und Holzplatte hergestellt, was die Geräusche der Lok (besonders bei Schienenstößen) recht laut überträgt. Doch das stört nicht weiter, schließlich hört man die echte Eisenbahn ja auch (Nur weiß ich jetzt, dass ich nächstes Mal elastischen Kleber verwenden werde). Jetzt werden die Gleise auf die Trassen geklebt. Als Kleber benutze ein Gemisch aus Ponal (Weißleim), Wasser und etwas Spülmittel (so sind die Schienen später auch wieder ablösbar, auch hier sollte man in Zukunft wohl eher elastischen Kleber benutzen). Die Weichen wurden vorher etwas modifiziert: Der Antrieb wurde nach unten gedreht, sodass er von oben später nicht mehr sichtbar ist. Der Stellhebel "guckt" jetzt unten durch kleine Löcher die ich vorher in die Grundplatte gebohrt habe. Anschließend werden die Gleise mit Strom versorgt, sowie Trennstellen (damit der Zug vor einem Signal auch halten kann) eingerichtet. Dazu benutze ich Isolier-Schienenverbinder von Fleischmann.
Elektrik
Als erstes habe ich geprüft wie hoch die Spannung des Trafos ist, damit ich die Widerstände, die später für die LEDs gebraucht werden, richtig berechnen kann. Es sind ca. 17 Volt und damit etwas mehr als der Hersteller (TITAN) angegeben hat. Zunächst wird der Stromverteiler unter dem Tisch befestigt und zwei Kabel vom Trafo zu diesen Fahrstromverteilern geführt. Die Kabel werden durch die Tischplatte nach oben geführt und dort an die Gleise angeschlossen.
Anschließend werden die Weichen mit 4 Schaltern und einer selbsgebaute LED-Anzeige verbunden (auf dem Bild im oberen Teil im ausgeschalteten Zustand, im unteren Teil im eingeschalteten Zustand: eine grüne LED entspricht geradeaus, eine rote LED bedeutet, dass die Weiche auf Abzweig geschaltet ist). Dabei werden die mittleren Weichen im Bahnhofsbereich zusammen geschaltet, da es keinen Sinn macht nur eine von ihnen zu schalten. Außerdem werden so zwei Schalter gespart.
Die Verkabelung sieht zwar etwas konfus aus, funktioniert aber trotzdem... Auch da sollte ich mir in der Zukunft ein besseres System einfallen lassen. Als nächstes werden Laternen und Häuserbeleuchtungen folgen, dazu muss aber erstmal (das kann dauern...) die Landschaft fertig gestaltet werden.
Geländebau
Nun geht es an die Gestaltung des Geländes. Als erstes soll ein Berg mit Tunnel entstehen. Dazu muss ersteinmal eine geeigenete Konstruktion geschaffen werden, die den späteren Berg trägt. Hierzu habe ich ein paar Holzpfosten benutzt. An diesen werden Pappstücke - die als Tunnelwände dienen - befestigt und später eine Holzplatte als Dach oben drauf geklebt. Der Tunnel wird innen komplett schwarz angemalt. Der Berg wird nun aus Styropor in mehreren Schichten zurechtgeschnitten und anschließend mit Gipsbinden fixiert. Bevor es an die Gestaltung der anderen rückwärtigen Bereiche geht, wird der Hintergrund erstellt. Dafür habe ich die Rückseite einer Tapete mit Temperafarben bemalt. Anschließend wird der Berg in mehreren Etappen bemalt und mit "Grünzeug" verziert. Eine kleine Treppe führt zum Aussichtspunkt. Die Details werden später ergänzt... Die Gleise werden noch mit Rostfarbe bemalt und eingeschottert. Jetzt wird das Tunnelportal eingesetzt und farblich angepasst. Außerdem führt nun eine Straße am Berg entlang und Bäume sind gewachsen: Zeit für eine Testfahrt und endlich ein paar Impressionen:
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